Elbwiesen und Flutgebiete unverbaut lassen

http://hafencity-dresden.net/
Am Neustädter Hafen sollen Wohnblocks entstehen. Aber nicht Plattenbauten für Ärmere, sondern Luxus-Wohnblocks.
Da sich hier ein ausgeschriebenes Überflutungsgebiet befindet, würde der Bau direkt darin erfolgen. Angesichts der Tatsache, dass erst im vergangenen Jahr die Elbe wieder massiv über die Ufer trat und dies vermutlich häufiger tun wird als bisher vermutet, halten wir als Bürgerinitiative "Elbraum für alle - STOPPT Hafencity" das Festhalten an der Bebauung für höchst fahrlässig.
Die damit verbundenen Risiken tragen letztlich die Stadt und ihre Einwohner_innen. Die Investor_innen sind dann längst über alle Berge mit den Taschen voll Geld.
Die Bürgerinitiative kritisiert darüberhinaus stadtplanerische und soziale negative Folgen, die eine Bebauung an genau dieser Stelle mit sich bringen würden.
Sie schlägt daher vor, die beiden Großprojekte Hafencity und Marina City (ursprüngl. Marina Garden) nicht realisieren zu lassen und von weiteren Großbauprojekten im Flutgebiet abzusehen.
Wir schlagen stattdessen vor, noch einmal den Masterplan Leipziger Vorstadt / Neustädter Hafen heranzunehmen und ihn mit Anwohner_innen, Betroffenen und Interessierten GEMEINSAM zu überarbeiten und zu verfeinern.
Wir mahnen zusätzlich an, die interessierte Öffentlichkeit auf dem laufenden zu halten. Die derzeitige intrasparente Investoren-Klüngelei wirft kein gutes Licht auf die Verwaltung.

Teilen in sozialen Netzwerken

 

Eine Bebauung in Überflutungsgebieten ist unverantwortlich angesichts der Erfahrungen von 2002 und 2013. Eine Versiegelung der Flächen nimmt der Elbe wesentliche Retentionsflächen, eine weitere Kanalisierung des Flusses verschärft die Hochwassersituation an nachfolgenden Gebieten. Eine Mauer entlang der Elbe ist sowohl aus optischen Gründen als auch aus oben genannten Gründen absolut keine Lösung. Andere Probleme, die die geplanten Bauprojekte mit sich bringen: Verdrängung einer lebendigen Freizeit- Kulturszene plus soziale Folgen einer reinen Luxusbebauung. Daher volle Zustimmung zu dem Vorschlag, den Masterplan grundlegend anzupassen unter der Beteiligung der Bevölkerung vor Ort!

Die Bebauung der Flutgebiete am Neustädter Hafen würde für alle nachfolgenden Gebiete, Pieschen, Mickten Cossebaude, Radebeul, Meißen etc. katastrophale Folgen haben. Ich halte diese Bebauung für extrem verantwortungslos. Sie dient nur der Gewinnoptimierung der Investoren. Die Dresdner haben weiß Gott andere Probleme als noch eine zusätzlichen Flutschutz für ein noch nicht gebautes Wohngebiet zu finanzieren. Gohlis oder Laubegast haben noch keinen ausreichenden Flutschutz und hier wird eine riesige Flutmauer schon vor Baubeginn geplant, obwohl noch nicht mal eine Baugenehmigung vorliegt. Wie kann das sein? Wo bleibt der gesunde Menschenvertstand? Und wo soll die Elbe beim nächsten Hochwasser hin? Die Idee mit den Tiefgaragen als Auffangbecken kann ich nicht nachvollziehen. Ich fände es sehr schön, wenn dieses Gebiet als Naherholung für Dresdner Familien ausgebaut wird. Da fallen einem doch viele schöne Dinge ein. Aber bitte kein Beton!!! Luxusbebauung kann wo anders stattfinden, aber bitte nicht im Überflutungsgebiet unserer Elbe!!!