Verkehrsberuhigter Bereich

In Dresden gibt es einige verkehrsberuhigte Bereiche (auch Spiestrasse genannt). Viele Autos, die in 30er Zonen 50 km/h fahren, fahren in der Spiestrasse 30 km/h. Die Stadt sollte hier stärker kontrollieren und auch bauliche Anpassungen vornehmen. Dies würde die Sicherheit der Kinder verbessern. Auf Anfrage beim Tiefbauamt habe ich die Antwort bekommen, dass es in Dresden keine baulichen Anpassungen (Schweller und Aufpflasterungen) gibt? Warum? Bitte in den VEP2025+ mit aufnehmen. Was ist der Stadt wichtiger? Autos oder Kinder?

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Eine m. E. gelungene Gestaltung eines "verkehrsberuhigten Bereiches" befindet sich in der Otto-Straße in Dresden-Neustadt. Der Umbau wurde mit EFRE II-Mittel gefördert. Die Fahrbahn ist im Bereich der Fahrbahn-Verengung 3,70 m breit - ohne Einbahnstraßenregelung. Das ist für Rettungsfahrzeuge und Müllfahrzeuge ausreichend. Direkt daneben befindet sich ein Spielplatz, so dass hier tatsächlich auch spielende Kinder erscheinen können. Dieses positive Beispiel sollte man sich merken.

Eine bei Anliegern umstrittene "verkehrsberuhigte Zone" befindet sich in der Schützengasse in Dresden-Altstadt. Der Effekt einer Verkehrsberuhigung tritt nur teilweise ein, weil auf eine Fahrbahn-Verengung oder andere bauliche Hindernisse bis auf zwei niedrige Bordstein-Schwellen zu Beginn und Ende verzichtet wurde. Auf dem Kopfsteinpflaster verursachen schnell fahrende Fahrzeuge vermeidbaren Lärm. Auch werden hier Fahrzeuge von Personen geparkt, die die gebührenpflichtigen Stellplätze meiden.

Eher neutral ist wohl die "verkehrsberuhigte Zone" in der Salzgasse am Albertinum zu bewerten. Durch zwei Steinpoller wurde hier die Fahrbahn auf 3,60 m verengt. Das veranlasst zum Langsamfahren.