Resilienz-Kultur entwickeln

Resilienz bedeutet "Widerstandsfähigkeit" oder auch "Unumstoßbarkeit". Unsere Stadt ist anfällig gegenüber aller Risiken von außen, insbesondere bezüglich Klimaextremen sowie Energieversorgungsengpässen (Stichwort: Peak Oil). Diese Risiken sind nicht allein durch technische Entwicklungen milderbar. Es bedarf einer RESILIENZ-KULTUR, das heißt, dass bei Entscheidungen in der Stadt geprüft werden sollte, ob die Entscheidung zu mehr Verletzlichkeit oder mehr Widerstandsfähigkeit der Stadt führt.

Diese Prüfung, ob eine Entscheidung Dresden verletzlicher oder resilienter macht, sollte so intensiv in unserem Handeln verankert sein, dass nicht gesondert daran erinnert werden muss. Vielmehr sollte es zur kulturellen DNA der Stadt gehören, es sollte SELBSTVERSTÄNDLICH sein, dass Entscheidungen zu größerer Widerstandsfähigkeit führen. (Insbesondere gegenüber Energiekrisen.)

Bislang ist es in Dresden oft so, dass die großen Strategiepapiere wie das INSEK, der VEP oder das IEuKK Richtungen vorgeben, aber in kleinen Entscheidungen oft gegen diese Richtungen verstoßen wird. Stadtnahe Landwirtschaftflächen (z.B. in Leubnitz-Neuostra) mit Einfamilienhäusern zu bebauen widerspricht Klimaschutzielen in mehrfacher Hinsicht (Flächenversiegelung, Zubau von Kaltluftschneisen, energieintensive Einfamilienbauten usw.). Solche Entscheidungen dennoch zu treffen ist das GEGENTEIL einer RESILIENZ-Kultur.

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Inwieweit werden eigentlich Mitarbeiter der Stadtvewaltung für solche Themen sensibilisiert? Oder lesen die dort alle nur die Bild und die SZ? Manchmal habe ich schon das Gefühl wieder im Tal der Ahnungslosen zu wohnen.