Dresden - die essbare Stadt

Die kleine Stadt Andernach macht es vor:

öffentliche Bereiche werden zum Anbau von essbaren Pflanzen genutzt. Jeder kann ernten, jeder kann anbauen.
Ein großartiges Konzept, welches Dresden nicht nur ein weiteres Alleinstelungsmerkmal neben dem Barock beschert, sondern auch für aktive Mitgestaltung durch die Bewohner sorgt.
Kindergarten-Gruppen können pflanzen, pflegen, ernten und genießen. Kinder werden IN der Stadt aktiv an die Natur herangeführt.

Und so siehts aus: http://www.daserste.de/information/wissen-kultur/w-wie-wissen/sendung/20...

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ich bin generell dafür, dass die öffentlichen grünanlagen obstbäume angebaut werden. es gibt tatsächlich viele leute (und auch kinder), die bei steigenden preisen und mieten auf das sammeln von früchten angewiesen sind.

Die Gemeinschaftsgärten in Dresden sind toll und können m.E. gern noch mehr werden.
Essbare Stadt wie in Andernach oder anderen Städten meint aber noch mehr.
Find ich klasse! :-) 8-)

Das wäre wirklich eine fabelhafte Vision. Es passt auch zur heutigen Zeit , wo bei vielen "Guerilla Gardening" anklang findet, aber leider immer wieder behindert oder geahndet wird. Generell wären einheimische Kultursorten anstatt exotische ziersträucher auf die Dauer auch billiger für die Stadt. Und genügend Freiwillige würde man sicher auch finden. "DeinHof" http://www.dein-hof.de/ macht es vor wie's geht.

Sehr beeindruckend ist das Beispiel der kleinen Stadt Todmorden in England. Sie ist inzwischen zum Pilgerort für Menschen geworden, die erleben wollen, wie durch Nutzgärtnern Gemeinschaft in der Stadt neu entsteht:
http://www.incredible-edible-todmorden.co.uk

Dazu gibt es auch einen temperamentvollen Vortrag von Pamela Warhurst in der TED-Reihe - leider in einem rasanten Englisch, aber man deutsche Untertitel aktivieren und eine deutsche Übersetzung des Vortrags nachlesen:
https://www.ted.com/talks/pam_warhurst_how_we_can_eat_our_landscapes

Zentrales Motto ist die Inklusion: If you eat, you're in... Wenn Du nicht nur von Luft lebst, ist es auch etwas für Dich! Es geht also nicht nur um Gärtnern in der Stadt und um die Wiederentdeckung der Lebensgrundlagen jenseits vom Dasein als Supermarktkonsument, sondern auch um eine Stadt für alle...

Ich würde mich freuen, wenn Politik und Verwaltung diese Idee aufgreifen und Angebote für eine Bürgerbeteiligung bei der Gestaltung des öffentlichen Grüns speziell als Nutzgärten, aber auch für Freiräume anderer Art schaffen würden. Anregungen dafür können wir uns aus Toronto holen. Die Stadt hat unter dem Motto "Livegreen Toronto" ein Zukunftsprogramm entwickelt mit den Schwerpunkten Energiesparen, Grüne Nachbarschaften und Ökologisierung von Bildung und Unternehmen:
http://www.toronto.ca/livegreen/index.htm

Übrigens: Für mich steckt in dieser Idee der Keim für eine neue Epoche in der langen und illustren Tradition der Gartenkunst in Dresden.