Vorhaben 3: Palaisplatz als Bindeglied zwischen Barockviertel und Japanischem Palais

Zwischen dem Japanischen Palais und der Königstraße liegt der Palaisplatz. Durch seine Lage ist er zum einen der repräsentative Vorplatz zum Japanischen Palais und dient gleichzeitig als Eingang in das Barockviertel der Inneren Neustadt. Die Große Meißner Straße trennt das Barockviertel von Japanischem Palais und Elbe.

Ziel der Planungen ist es, die Leistungsfähigkeit des Hauptstraßennetzes zu erhalten und gleichzeitig den Palaisplatz aufzuwerten und die Zugänge für Fußgänger und Radfahrer sowie Autofahrer ins Barockviertel zu verbessern. Daher strebt das Stadtplanungsamt folgende Umgestaltungen an: Durch Einbeziehung der Nebenstraßen in die bereits bestehende Tempo-30-Zone ist eine Beruhigung des Verkehrs im Nebenstraßennetz vorgesehen. Außerdem soll die "Barriere" Große Meißner Straße auf Höhe des Palaisplatzes entschärft und durch den Rückbau des Rechtsabbiegers sowie der Hochbeeteinfassungen (nicht der Bäume) die Verbindung von der Inneren Neustadt zum Elbufer erleichtert werden. Die Verlegung der Haltestelle ermöglicht eine direkte Verbindung zwischen dem Platz und dem Haupteingang des Palais. Die Verkehrsflächen sollen durch besondere Oberflächenbeläge besser integriert werden. Entlang der Großen Meißner Straße ist die Einrichtung von Radwegen und am Palaisplatz ist die Einrichtung von Parkflächen geplant.

Ausführlichere Informationen finden Sie unter Informieren


Angesichts dieser Planungen fragt das Stadtplanungsamt:

Wie nutzen Sie den Palaisplatz bisher? Haben Sie Anregungen für die zukünftige Gestaltung des Palaisplatzes?

Wie beurteilen Sie die geplanten Verkehrsmaßnahmen? Haben Sie zusätzliche Anregungen, wie die Wege vom Barockviertel zum Japanischen Palais bzw. an die Elbe verbessert werden können?

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Den Palaisplatz meide ich als Radfahrer, da die Bordsteine extrem hoch und die Verkehrswege nicht klar definiert sind. Außerdem ist es hier am Brunnen sehr laut, da der Verkehr fast rundherum vorbeiholpert.
Mein Vorschlag ist, hier den Fußgänger per Brücke zum Japanische Palais zu führen. Ich stelle mir eine geradlinie Brücke vom Platz zum/ins Palais vor, die die Sichtachse markiert. Die Auf- und Abgänge müssten dann seitlich oder/und geometrisch auf den Platz abgestimmt, angebracht sein. Leider kann ich hier kein Skizze hochladen...
Die Brücke lädt dann zum Entdecken der jeweiligen anderen Seite ein. Für mich sind BRücken immer eine Herausforderung. Wenn man erstmal oben ist, kann man runtergucken und beobachten. Warum nicht auch mal ein Gebäude, eine Straße (Stirnseiten) oder den Verkehr?
Den Verkehr nördlich des Platzes etwas zu entknoten und dem Radfahrer seinen Raum zu geben, wäre aber auch schonmal ein Anfang.

Ein Neustädter-Markt-Autotunnel kann die Achse zum Japanischen Palais öffnen. Dort senken sich die Fahrbahnen und es beginnt ein Fußgängerbereich, der nur durch die Straßenbahn eingeschränkt ist.
Denkbar ist eine große spiegelnde Fläche in einem Abstand vor dem Torhaus. Es spiegelt sich so, daß es für den Betrachter an der Stelle des
zweiten symetrischen Baus erscheint.

Tempo auf der Großen Meißner fände ich auch gut. Wenn dann noch ein paar Fußgängerüberwege zwischen Elbe und Innerer Neustadt geschaffen würden, wäre die Verbindung schon mal deutlich verbessert.

Wieso nicht die Große Meißner auf der Höhe zur 30 Zone machen? Ich dachte mit Waldschlösschenbrücke ist es nun der Verkehr entlastet.

Wichtig ist meiner Meinung auch die Nutzung des Japanischen Palais! Ursprünglich angeacht als Porzellanschloß, könnte hier die weltbekannte Meißner Porzellansammlung, von der ja im Zwinger nur ein ganz kleiner Teil gezeigt werden kann, untergebracht werden. Das wäre ein Anziehungspunkt erster Güte für die Neustadt!

Hallo Michael, vielen Dank für Ihren Beitrag zum Palaisplatz. Zu Ihren Vorschlägen hat das Stadtplanungsamt im Bereich Informieren weiterführendes Material eingestellt.Schauen Sie doch mal unter
http://www.dresdner-debatte.de/index.php?page=informieren&menucontext=36
Wenn Sie auf die Ringe im Luftbild gehen, erhalten sie über einen Klick weitere Informationen.
Ansonsten weiterhin gutes Debattieren!
Ihre Moderatorin H. Heilig

Zunächst einmal vielen Dank für die Möglichkeit, sich über dieses Online-Forum zur Entwicklung der Inneren Neustadt äußern zu können. Zum Vorhaben Verbindung zwischen Palaisplatz und Japanischem Palais bitte ich folgendes zu bedenken:
Ein Rückbau des Rechtsabbiegers ist zwar zu begrüßen, allerdings wird hierdurch die Barriere zwischen Palaisplatz und Japanischem Palais nicht wirklich reduziert. Da ist mehr nötig, nämlich ein wirklicher Rückbau auf max. 1 Fahrspur je Richtung. Das formulierte Ziel, die Leistungsfähigkeit des Hauptstraßennetzes zu erhalten, ist aus meiner Sicht wieder bezeichnend und spiegelt die Verkehrspolitik der letzten 20 Jahre wieder. Die Befriedigung der Bedürfnisse des motorisierten Individualverkehrs sind gesetzt. Sie stehen nicht zur Diskussion, so als wäre es die natürlichste und einzig denkbare Art der Fortbewegung (in einem Ballungsgebiet). Vor dem Hintergrund von Feinstaubbelastung etc. sollte es doch klar sein, dass die Beurteilung der Leistungsfähigkeit nicht mehr ausschließlich an der Durchlassfähigkeit für den motorisierten Individualverkehr gemessen werden kann. Wie wäre es denn, wenn eine Geradeausspur der Großen Meißner Straße zu einer Fahrradspur umfunktioniert werden würde, wo man als Radfahrer auch einmal schnell fahren und überholen kann anstatt sich riskant zwischen Fußgängern und Autos \"hindurcharbeiten\" zu müssen. Eine solche Maßnahme würde die Leistungsfähigkeit für den motorisierten Verkehr natürlich verringern aber für den Radverkehr deutlich erhöhen. Ich empfehle hierzu einmal eine Dienstreise nach Holland oder auch in einige westdeutsche Städte.
Ein kleines Beispiel für die Nichtberücksichtigung der Interessen der nichtmotorisierten Verkehrsteilnehmer in diesem Bereich sind die Bordsteinkanten an der Ampelkreuzung Hainstraße/Kleine Marienbrücke/Große Meißner Straße. So wie diese Bordsteinkanten gibt es (nicht nur in der Inneren Neustadt) zahlreiche kleine Hindernisse für die sich ökologisch sinnvoll fortbewegenden Verkehrsteilnehmer, wie man sie dem Autoverkehr niemals zumuten würde.