2. Debatte zur Inneren Neustadt

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Themenfelder Innere Neustadt

Themen
Das Stadtplanungsamt wünschte sich eine offene Debatte und konkrete Anregungen im Hinblick auf die folgenden Themenfelder der Inneren Neustadt.

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Das Stadtplanungsamt wünschte sich eine offene Debatte und konkrete Anregungen im Hinblick auf die folgenden Themenfelder:

Image und Wahrnehmung

Die Innere Neustadt ist einmalig und vielschichtig. Und doch oder gerade deshalb stellt sich die Frage nach ihrem künftigen Profil. Wir wollen sie noch besser in die Wahrnehmung der Dresdner Bevölkerung und der Gäste der Stadt bringen und damit auch noch mehr Besucher hierhin locken. Wie nehmen Sie die Innere Neustadt bisher wahr? Welche Potenziale werden gut ausgespielt und welche noch nicht?

Arbeiten, Einkaufen und Wohnen

Die Innere Neustadt ist Teil des Dresdner Stadtzentrums und ein nachgefragter Wohnstandort, der im Interesse einer nachhaltigen, zukunftsorientierten Stadtentwicklung gestärkt und weiterentwickelt werden soll. Es stellt sich die Frage: Welche Nutzungsmöglichkeiten fehlen, um die Attraktivität noch zu erhöhen? Ist das Einkaufsangebot ausreichend? Werden mehr oder andere Freizeit- und Kulturangebote gewünscht?

Freizeit, Naherholung, Grün und Natur

Dresden ist Kunst- und Kulturstadt. Inwieweit schöpft die Innere Neustadt ihr Potenzial auf diesem Gebiet aus? Gibt es für die Bewohner der Inneren Neustadt ausreichend attraktive Naherholungsangebote, Freizeiteinrichtungen und Grün? Wo können Angebote verbessert werden, so dass die Innere Neustadt auch für Dresdner aus anderen Stadtteilen und auswärtige Besucher attraktiver wird? Gibt es genügend Raum für bürgerschaftliche Aktivitäten?

Verkehr und Anbindung

Gute verkehrliche Anbindungen sind ein wichtiger Standortfaktor. Tatsächlich können Straßen und Schienen aber auch als Barrieren wirken. Wie können die Straßenräume städtebaulich besser integriert werden? Was ist erforderlich, um die Angebote für alle Verkehrsteilnehmer zu verbessern und wie können die Verbindungen über die Hauptverkehrsstraßen in der Inneren Neustadt attraktiver und deren trennende Wirkung reduziert werden?

Hauptstrasse

Orte
Die Hauptstraße ist aufgrund ihrer vielfältigen Nutzungsanforderungen und ihrer Funktion als innerstädtische Fußgängerzone nicht für den schnellen Durchgangsradverkehr geeignet. Um den Vorrang der Fußgänger vor dem Radverkehr auch gestalterisch zu verdeutlichen, existieren im Zuge der Fußgängerbereiche zwischen Hauptbahnhof und Albertplatz keine separaten Radverkehrsanlagen.

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Die Hauptstraße wurde unter anderem mit Mitteln des städtebaulichen Denkmalschutzes in den Jahren 2001 - 2003 saniert. Die begleitende Planung erfolgte durch das Büro Kretzschmar & Partner. Die zentrale Fußgängerzone entlang der Hauptstraße zwischen Neustädter Markt und Albertplatz bietet ein vielfältiges Angebot aus Handel, Kunsthandwerk, Gastronomie und Wohnen. Gleichzeitig schaffen zahlreiche begrünte Verweilmöglichkeiten eine hohe Aufenthaltsqualität für Touristen und Anwohner.

Entsprechend des - vom Stadtrat beschlos- senen - Radverkehrskonzeptes sind dem Radverkehr attraktive und sichere Verkehrsanlagen im Hauptwegenetz zu bieten. Die Hauptstraße ist aufgrund ihrer vielfältigen Nutzungsanforderungen und ihrer Funktion als innerstädtische Fußgängerzone nicht für den schnellen Durchgangsradverkehr geeignet. Um den Vorrang der Fußgänger vor dem Radverkehr auch gestalterisch zu verdeutlichen, existieren im Zuge der Fußgängerbereiche zwischen Hauptbahnhof und Albertplatz keine separaten Radverkehrsanlagen. Mit der Freigabe der Fußgängerzone für den Radverkehr und der gegenwärtigen Gestaltung des Straßenraumes stehen bewusst die Erreichbarkeit der Geschäfte, Gaststätten und Wohnhäuser für Radfahrer im Vordergrund. Der stadtteilübergreifende Durchgangsverkehr wird über das Hauptstraßennetz bedient.

Diese Mischnutzung führt aber auch zu Konflikten, fordert sie doch von allen Nutzern besondere Aufmerksamkeit und gegenseitige Rücksichtnahme. Daher ist die Stadtverwaltung aufgefordert, die Verträglichkeit von Fußgänger- und Radverkehr auf der Hauptstraße kontinuierlich zu beobachten und dem Stadtrat zu berichten.

Planerische Ziele

Mit dem Ziel einer weiteren Stärkung der Attraktivität der Hauptstraße ist eine Zunahme der Fußgänger- und Radfahrernutzung in diesem Bereich zu erwarten. Diese Station der Dresdner Debatte widmet sich daher der Diskussion um die Möglichkeiten der Vereinbarkeit einer gemeinsamen Nutzung des öffentlichen Stadtraumes.

Fragen im Rahmen der Dresdner Debatte

  • Welche grundsätzlichen Verhaltensregeln der unterschiedlichen Nutzer der Hauptstraße (Radfahrer, Fußgänger) sind im Umgang miteinander nötig, und wie können diese umgesetzt werden?
  • Wie sind Sie mit der Hauptstraße und ihrer Gestaltung zufrieden? Welche Anforderungen stellen Sie an die Gestaltung des öffentlichen Raumes?
  • Sollen die bereits vorhandenen Nutzungsmöglichkeiten der Hauptstraße erhalten, geändert oder anders priorisiert werden?

Rähnitzgasse

Orte
Die Rähnitzgasse stellt eine wichtige Verbindung zwischen Barockviertels und Neustädter Markt her. Die Gestaltung des Platzensembles - der neue Kunsthausplatz - ist ein wichtiger Baustein zur Umsetzung der Stadtreparatur und des Städtebaulichen Denkmal- schutzes, wie im Rahmenplan für die Innere Neustadt aufgezeigt.

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Im Zuge der Straßen- und Tiefbaumaßnahme „Grundhafter Ausbau und erstmalige Erschließung Heinrichstraße, Rähnitzgasse und Hauptstraße“ entsteht seit April 2011 am Ende der Rähnitzgasse der Kunsthausplatz.

Für die Gestaltung eines Stadtplatzes konnte in Zusammenarbeit mit dem Kunsthaus Dresden – Städtische Galerie für Gegenwartskunst ein europaweit renommierter Künstler, Jozef Legrand gewonnen werden. Jozef Legrand entwarf mit dem Kunsthausplatz einen Platz, der als soziales, kulturelles und künstlerisches Scharnier, als Begegnungs- und Verhandlungsraum zwischen der Barockstadt, der Nach- kriegsarchitektur und einer zu entwickelnden zukünftigen Raumstruktur funktioniert und zum Verweilen einlädt. Der Platz wird nun ein verkehrsberuhigter städtebaulicher Ankerpunkt für Anwohner und Besucher der Inneren Neustadt und stellt künftig den Auftakt und das attraktive Entree des Barockviertels dar.

Die Gestaltung des Kunsthausplatzes und der Innenhof des Kunst- hauses als Ensembles, erfolgt mit hochwertigem Naturstein. Die Platzfläche wird in grauem Granitpflaster ausgeführt und mit einem Band aus dunklem Granit eingefasst. In die schwarzen Granitborde sind verschiedene Kontext bestimmende Alltagsbegriffe eingelassen: z. B. heute, morgen, er, du, gestern, dort, hier, ich, sie, lieben, fühlen. Diese Begriffe werden über den Platz hinweg – bis hinein in den In- nenhof des Kunsthauses – durch ein Netz von dunklen Granitstreifen verbunden um räumliche Bezüge zueinander herzustellen. Die drei geschwungenen skulpturalen Bänke, die zusammen ca. 80 m lang sind, rahmen die zentral auf dem Platz befindlichen Bäume und ver- stärken den Charakter des Platzes als Ort der Begegnung.

Nach Fertigstellung des Platzensembles und der Öffnung der Heinrichstraße zur Hauptstraße stellt die Öffnung der Rähnitzgasse zum Neustädter Markt eine weitere wesentliche Aufgabe für die künf- tige Stadtentwicklung und den Städtebaulichen Denkmalschutz dar.

Dresdner Debatte

  • Wie wird die Auffindbarkeit und Erreichbarkeit des Barockviertels beurteilt?
  • Ist die mit dem Rahmenplan Innere Neustadt vorgesehene Öffnung Rähnitzgasse – Neustädter Markt ein geeignetes Mittel zur Umset- zung der städtebaulichen Ziele?
  • Ist der neugestaltete Kunsthaus- platz ein angemessener Auftakt und welche Funktionen sollte er noch erfüllen?
  • Welche Maßnahmen sind für den Bereich darüber hinaus dringlich?

Palaisplatz

Orte
Der Palaisplatz ist Bestandteil der barocken, planmäßigen Stadtan- lage. In der Achse zwischen der Königsstraße und dem Japanischen Palais gelegen, wirkt der Palaisplatz gleichzeitig als repräsentativer Vorplatz des Gebäudes und als Auftakt für das Ensemble Königsstraße.

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Aufgrund der vorhandenen, teilweise überdimensionierten Verkehrsräume ist die Platzfläche in den Stadtraum jedoch nicht aus- reichend integriert. Insbesondere die Große Meißner Straße hat eine stark trennende Wirkung zwischen dem Japanischen Palais und der Platzfläche sowie zwischen dem Stadtteil zum Elblandschaftsraum.

Eine bessere Integration der Verkehrsräume soll durch die Neuordnung des Verkehrs sowie durch gestalterische Maßnahmen erreicht werden. Damit einher geht die deutliche Reduzierung des Durchgangsverkehres im Nebenstraßennetz und die Verbesserung der Durchlassfähigkeit der Hauptverkehrsstraßen für Fußgänger sowie die Einordnung sicherer Radverkehrsanlagen auf der Großen Meißner Straße und der Hainstraße unter Beachtung der erforderlichen Leistungsfähigkeit des Verkehrs.

Planerische Ziele

Im Stadtplanungsamt wurden Städtebaulich-verkehrliche Konzepte für die Straßenzüge Große Meißner Straße und Hainstraße entwickelt, die den verkehrlichen Anforderungen, als auch den städtebaulichen Vorgaben genügen sollen. Ziele der Planungen für den Palaisplatz sind insbesondere:

  1. Bessere Anbindung des Japanischen Palais und des Elbland- schaftsraumes mit dem Barockviertel durch Schaffung direkter Wegeverbindungen
  2. Integration von Radverkehrsanlagen entlang der Großen Meißner Straße und Hainstraße
  3. Neuordnung von Parkplätzen im Bereich Palaisplatz und Reduzie- rung von Straßenbreiten zur Verkehrsberuhigung im Nebennetz

Fragen im Rahmen der Dresdner Debatte:

  • Wie nutzen Sie den Palaisplatz bisher? Haben Sie Anregungen für die zukünftige Gestaltung des Palaisplatzes?
  • Wie beurteilen Sie die geplanten Verkehrsmaßnahmen?
  • Haben Sie zusätzliche Anregun- gen, wie die Wege vom Barock- viertel zum Japanischen Palais bzw. an die Elbe verbessert wer- den können?
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Archivplatz

Orte
Der Stadtraum zwischen der Neustädter Markthalle und dem nun- mehr sanierten, neu eröffneten Hauptstaatsarchiv – der sogenannte „Archivplatz“ – ist heute weder als Platz noch als Adresse und Ein- gang zum Regierungsviertel des Freistaates Sachsen wahrnehmbar.

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Seit 2008 wird die Entwicklung dieser verkehrsdominierten Fläche zu einem integrierten Stadtraum planerisch vorbereitet. Vom Stadtpla- nungsamt wurde hierzu ein Gestalterisch-verkehrliches Gesamtkon- zept beauftragt und damit auf zahlreiche bestehende städtebauliche und verkehrliche Defizite reagiert: Die Albertstraße ist in Summe der vorhandenen Verkehrsflächen eine kaum überwindbare Barriere für Fußgänger und Radfahrer zwischen dem Bereich Hauptstraße/ Königstraße und dem Regierungsviertel.

Mit der Eröffnung des Sächsischen Hauptstaatsarchivs ist neben den Ministerien des Freistaates Sachsen, dem Kleinen Haus und dem Heinrich-Schütz-Konservatorium eine weitere öffentliche Einrichtung entstanden, die attraktiv erschlossen werden soll. Auch wenn die ÖPNV-Erschließung durch die Haltestellen Carolaplatz und Albertplatz grundsätzlich gesichert ist, wird die ÖPNV-Anbindung für die Geschäftslagen und öffentlichen Einrichtungen der Inneren Neustadt als unbefriedigend bewertet. Kürzlich wurde als erster Umsetzungsschritt des Gesamtkonzeptes eine kleine, öffentliche Platzfläche vor dem Hauptstaatsarchiv mit Fördermitteln des städtebaulichen Denkmalschutzes realisiert.

Planerisches Ziele

  • Entwicklung des zergliederten Verkehrsraums zu einem maßstäblich gegliederten Stadtraum
  • Vitalisierung des Handels und Gewerbes durch eine bessere Verknüpfung des Regierungsviertels an die Haupt- und Königsstraße
  1. Rückbau der Fußgängerbrücke und Schaffung einernutzerfreundlichen, sicheren Querungsmöglichkeit der Albertstraße für Fußgänger und Radfahrer
  2. Verbesserung der ÖPNV- Erschließung der Innenstadt durch eine Haltestelle am „Archivplatz“
  3. Verbesserung der Verkehrssicher- heit für den Radverkehr durch separate Radverkehrsanlagen entlang der Albertstraße
  4. Schaffung von Aufenthalts- und Nutzungsqualitäten im Bereich der Vorflächen von Markthalle und Hauptstaatsarchiv

Fragen im Rahmen der Dresdner Debatte

  • Wie nehmen Sie den „Archivplatz“, die Fläche zwischen Markthalle und Hauptstaatsarchiv, wahr?
  • Wie bewerten Sie als Autofahrer, Fußgänger oder Radfahrer die Verkehrssituation an der Albertstraße; sind die Querungsmöglich- keiten der Albertstraße für Fußgänger und Radfahrer ausreichend?
  • Ist die Erreichbarkeit der Inneren Neustadt mit öffentlichen Verkehrsmitteln bereits als gut einzuschätzen, oder wäre eine Haltestelle am „Archivplatz“ eine sinnvolle Ergänzung zum bestehenden Angebot?
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Neustädter Markt

Orte
Der Neustädter Markt als Teil der barocken, planmäßigen Stadtanlage übernimmt von der historischen Altstadt kommend die Funktion des zentralen Empfangs- und Verteilerplatzes und wirkt nicht zuletzt durch den „Goldenen Reiter“ als ein „feierlicher Auftakt“ für die Innere Neustadt.

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Gleichzeitig wird jedoch die Wegebeziehung von der Augustusbrücke zum Neustädter Markt von der vierspurigen Großen Meißner Straße - Köpckestraße zerschnitten. Fußgänger und Radfahrer werden zur Querung des Verkehrsraumes in den Fußgängertunnel geleitet und erreichen nur über Umwege die Innere Neustadt. Im Zuge des Wiederaufbaus der Platzkanten des Neustädter Marktes wurde die bis dahin kleinteilige Struktur des Platzes stark verändert und bestehende Wegebeziehungen überbaut, so dass wichtige fuß- läufige Wegebeziehungen abgeschnitten sind.

Die seitlichen Platzflächen des Neustädter Marktes, die sogenannten „Brunnenplätze“ werden aufgrund fehlender Wegeverbindungen und einem inzwischen schlechten baulichen Zustand kaum für den Aufenthalt genutzt. Um Voraussetzungen für vitale Stadträume in der Inneren Neustadt zu schaffen und den beschriebenen Defiziten zu begegnen, wurde gemeinsam von der Verkehrs- und Stadtplanung im Jahr 2009 ein Städtebaulich-verkehrliches Konzept für den Neustädter Markt in Auftrag gegeben.

Planerische Ziele

  1. Schaffung direkter, barrierefreier und ebenerdiger Wegebeziehun- gen für Fußgänger und Radfahrer, Rückbau des Fußgängertunnels
  2. Verbesserung der Verkehrssicherheit für den Radverkehr durch separate Radverkehrsanlagen an der Großen Meißner Straße - Köpckestraße
  3. Verbesserungderdirekten,barrierefreienÖPNV-Anbindungdurch Verlegung der Haltestelle von der Augustusbrücke
  4. Verbesserung der Aufenthalts- und Nutzungsqualität der „Brunnenplätze“
  5. Verbesserung der städtebaulichen Anbindung des Barockviertels durch die bauliche Öffnung im Bereich Rähnitzgasse

Fragen im Rahmen der Dresdner Debatte

  • Ist der Neustädter Markt im Moment für Sie ein Empfangsplatz?
  • Sollte der künftige Platzraum durch Neubauten auf die historisch, kleinteilige Struktur zurückgeführt oder die Bäume und Brunnen er- halten und erneuert werden?
  • Welche Vorschläge zur Verbesserung der Nutzbarkeit und Aufenthaltsqualität haben Sie?
  • Was halten Sie von der geplanten ebenerdigen Querung? Welche Anforderungen muss sie erfüllen, um eine attraktive Anbindung an die Altstadt darzustellen?
  • Gibt es aus Ihrer Sicht noch weitere Verbesserungsvorschläge für die Verkehrsgestaltung am Neustädter Markt?